Werner Reifler

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Wie geht die CVP im Thaler Wahlkampf weiter vor?

Am vergangenen Sonntag stimmten die Thalerinnen und Thaler über den neuen Gemeindepräsidenten ab. Wenig überraschend wird es am 17. November einen zweiten Wahlgang geben. Die Kandidaten und deren Parteien halten sich im Moment noch bedeckt. Die spannendste Frage wird sein: Wie geht die CVP weiter vor?

Thal 2239 Thalerinnen und Thaler stimmten am vergangenen Wochenende über den Nachfolger von Robert Raths ab. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 54.3 Prozent und zeigt: Die Einwohnerinnen und Einwohner von Thal sind interessiert daran, wer neuer Gemeindepräsident wird. Das absolute Mehr erreichte aber keiner der Kandidaten.

Die CVP ist obenauf

Mit Werner Reifler und Felix Bischofberger stellt die CVP die beiden Kandidaten, welche am Sonntag am meisten Stimmen erhielten. Reifler kommt auf 564 Stimmen und Bischofberger auf 540 Stimmen. Danach kommt Felix Wüst von der FDP mit 474 Stimmen, gefolgt von Michael Fitzi von der SVP mit 396 Stimmen. Wenig überraschend erhielt der parteilose Rossano Sarcinella am wenigsten Stimmen auf den 53-Jährigen beliefen sich 151 Stimmen. «Ich werde mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zum zweiten Wahlgang antreten», so Sarcinella. 87 Stimmen gingen ausserdem für Kandidaten ein, welche nicht offiziell zur Wahl standen.

CVP-Vorgehen erzeugt Spannung

Die beiden CVP-Kandidaten Reifler und Bischofberger vereinigten zusammen mehr Stimmen auf sich, als die für das absolute Mehr benötigten Stimmen. Nun wird spannend sein, wie sich die Partei für das weitere Vorgehen entscheiden wird. Dass einer der beiden Kandidaten das Feld freiwillig räumen wird, ist nicht wahrscheinlich. Zu sehr sind beide Kandidaten von sich überzeugt. Werner Reifler beispielsweise meinte: «Es wäre geschichtsträchtig gewesen, wenn einer der fünf Kandidaten bereits im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht hätte. Aber ich habe mir zugetraut, im ersten Wahlgang die meisten Stimmen aller Kandidaten zu erhalten.» Felix Bischofberger sagte gegenüber den «Bodensee Nachrichten», dass er gute Voraussetzungen für den zweiten Wahlgang habe, nimmt aber gleichzeitig auch ein wenig Wind aus den Segeln: «Es ist noch nichts entschieden. Wenn ich in den zweiten Wahlgang gehe, dann wird es sicherlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen», so der 51-Jährige. Die CVP wird nach Aussage der beiden Kandidaten am Donnerstagabend über den weiteren Verlauf diskutieren und dann entscheiden. Parteiintern sei aber vorab nichts abgemacht worden, dass der Kandidat mit weniger Stimmen das Feld räumen muss, sagen beide CVP-Kandidaten.

FDP hält sich bedeckt und die SVP rechnet sich Chancen aus

Auf der bürgerlichen Seite hält man sich ebenfalls bedeckt. Beide Parteien, FDP und SVP, kommunizieren erst am Freitagmorgen, ob sie zum zweiten Wahlgang antreten werden. Beide sagen, dass man am Donnerstagabend parteiintern zusammensitzt und bespricht, ob und wie man weitergehen werde. Felix Wüst wollte gegenüber den «Bodensee Nachrichten» zu keiner Prognose verleiten lassen und SVP-Mann Fitzi sagte lediglich: «Ich vermute nicht, dass einer der beiden CVP-Kandidaten von einem zweiten Wahlgang absehen wird, um seinem Parteikollegen die Stimmen zu geben. Daher denke ich, sind die Wahlchancen für uns noch immer intakt», so Fitzi.

Bis morgen Freitag müssen die Parteien bekanntgeben, ob und wer zum zweiten Wahlgang antreten wird. Der zweite Wahlgang ist auf den 17. November angesetzt.

Quelle: Bodensee Nachrichten

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